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Vor einer Operation sollte die Induratio Penis Plastica bereits mehr als sechs Monate bestanden haben. Der "aktive" Zustand der Induratio Penis Plastica läuft ca. sechs Monate ab, d.h. bei einer Operation innerhalb dieser sechs Monate besteht die Gefahr des Neuauftretens von Plaques an anderer Stelle.
Existierende Operationstechniken:
Es gibt zur operativen Behandlung der Induratio Penis Plastica vier grundsätzliche Operationstechniken. Drei davon (Technik 1 – 3) lehnen wir ab, da sie unserer Meinung nach von Nachteil für den Patienten sind.
Eine seriöse Aufklärung gebietet aber, dass wir Sie über alle 4 Varianten aufklären. Sie finden diese im Folgenden beschrieben, mit Erläuterungen, warum wir bestimmte Techniken ablehnen. Wir möchten, dass Sie sich frei und der Logik folgend entscheiden können.
Warum leider gerade die Rafftechniken noch immer so häufig durchgeführt werden erfahren Sie unter Punkt 5 „Aktuelle Situation in Deutschland“.
Sie werden zu unserem Bedauern leider immer noch von den meisten Ärzten durchgeführt. Sie sind einfach und schnell in der Durchführung und erfordern wenig Fachwissen.
Es ist für uns nicht nachvollziehbar, warum sich Patienten auch heute noch nach diesen Techniken operieren lassen.
Die gesunde Seite wird dabei durch Nähte gleichsam zusammengezurrt, der Penis dadurch verkürzt. Der krankhafte IPP-Plaque wird leider vollständig belassen.
Nicht selten resultieren daraus gerade bei jüngeren Patienten Schmerzen bei der Erektion die vorher nicht bestanden hatten oder die Nähte reißen nach kurzer Zeit durch die Erektionsstärke wieder ein.
Es kommt vor, dass der operierende Chirurg zu viel Gewebe rafft und der Penis dadurch zur anderen Seite verkrümmt und erneut operiert (verkürzt) werden muss.
Zumeist muss der Patient im Anschluß an diese Operation 5 bis 7 Tage im Krankenhaus verbleiben, damit die behandelnden Ärzte mit Medikamenten so weit wie möglich sicherstellen können, dass die Nähte während dieser ersten Heilungsphase nicht bei ersten starken Erektionen reißen.
Uns stört bei dieser Technik neben der Penisverkürzung, dass der eigentliche Krankheitsherd, der IPP-Plaque, vollständig belassen und zur „Therapie“ gesundes Gewebe verletzt wird. Fortschrittliche Medizin sollte genau andersherum denken und handeln.
Da der Plaque nicht entfernt wird, kann er mechanisch weiter wachsen und nach einiger Zeit wieder zur Verkrümmung führen.
Bei dieser Technik schneidet man entweder den Plaque ein, läßt den Penis sich ausdehnen und deckt den Defekt (die Schlitze) mit einem Saphenus (Venen)-Transplantat oder mit einem "Flicken" (meist Fasziengewebe) ab, oder man schlitzt die Tunica in einiger Entfernung zum Plaque.
Diese Techniken sind durchaus moderner als die Rafftechnik, dennoch wird auch hier der Plaque mit seinen Auswirkungen belassen. Lediglich die Verkürzung des Penis fällt geringer aus.
Bei Trennschnitten von großen Plaques wird aus einer Steifigkeit (dem ursprünglichen IPP-Plaque) mehrere kleine produziert. Der eigentliche Sinn dieser Technik hat sich uns bis heute nicht ganz erschlossen.
Mit dieser Technik werden die Folgen des Plaques gemindert, in dem man eine Penisprothese in den Penis einsetzt um so das Gewebe von innen her auf maximale Größe zu bringen.
Diese Technik ist endgültig und unumkehrbar, das eigentliche Schwellkörpergewebe wird durch den Einsatz der Prothese zerstört. Die Pumpe ersetzt dann die normale Erektion.
Der Einbau einer solchen Prothese ist, von professioneller Seite her gesehen, das absolut letzte Mittel, wenn eine deutliche IPP besteht und zusätzlich eine schwere erektile Dysfunktion (schwere Erektionsstörung) besteht, die auf Medikamente nicht mehr anspricht.
Der Einbau einer Prothese zur bloßen IPP-Behandlung ohne dass eine gleichzeitige erektile Dysfunktion besteht, ist mit allem Nachdruck abzulehnen.
Dies ist die bei uns angewandte Operationsmethode zur effektiven Behandlung der Induratio Penis Plastica.
Wir entfernen in einer mikrochirurgischen Operation den IPP-Plaque sowie seine narbigen Ausläufer und stellen damit die Situation vor der Erkrankung wieder her. Anschließend rekonstruieren wir die betroffenen Schwellkörperanteile mit nicht-künstlichem Material (meist mittels hochwertigem Kollegenflies).
Unserer Logik und Erfahrung nach stellt diese Vorgehensweise in den allermeisten Fällen die einzig sinnvolle Therapiemöglichkeit dar.
Am Penis entstehen keine von außen sichtbaren Narben. Bei beschnittenen Männern befindet sich die Narbe in gleicher Position wie die Beschneidungsnarbe, fällt also nicht auf.
In seltenen Fällen ist es notwendig, zusammen mit der Operation eine Beschneidung durchzuführen und zwar dann, wenn die Vorhaut durch die Erkrankung in Mitleidenschaft gezogen wurde oder grenzwertig eng ist, so dass sie das Ergebnis beeinträchtigen könnte. Eine generelle Beschneidung halten wir nicht für sinnvoll. Bei erfahrener Durchführung resultiert durch den Erhalt der Vorhaut weder eine Infektion noch eine Paraphimose.
Aufgrund der besonderen Schwierigkeit kann diese Technik mit ausreichender Erfahrung und zufriedenstellenden Resultaten nur von wenigen Kliniken in Europa angeboten werden.
Neu indes ist diese Technik nicht, sie ist seit über 20 Jahren bekannt.
Dr. Konstantinides hat sich auf diese Technik spezialisiert, sie verfeinert und weiterentwickelt, und führt diese Technik seit über 15 Jahren durch.
In der Regel ist es Herrn Dr. Konstantinides möglich, selbst als hoffnungslos von anderen Ärzten bezeichnete Fälle zufriedenstellend zu behandeln.
Gerne informieren wir Sie in einem ausführlichen, unverbindlichen Beratungsgespräch über die Möglichkeiten in Ihrem speziellen Fall.
Wir freuen uns, dass die meisten Patienten verstanden haben, welche Vorteile unsere Behandlung bietet. Seit 2006 haben sich unsere Patientenzahlen verdreifacht.
Im allgemeinen Krankenversicherungssystem werden derzeit zu über 90% sogenannte Raffoperationen nach Nesbit oder Essed-Schröder angeboten.
Wir sehen diese Techniken aus moderner medizinischer Sicht als Verstümmelung des Patienten an und weigern uns, sie durchzuführen.
Wir haben uns im Gegensatz zu den oben erwähnten Rafftechniken auf die hochwertigere, viele Vorteile bietende Transplantatmethode spezialisiert und genießen hierin international hohes Ansehen. Dank unserer aktuellen Technik und der exorbitanten Erfahrung können wir einen Erfolg von rund 96 % (Komplettbehandlung) vorweisen.
Die Frage von Patienten, warum denn immer noch die alten, nachteiligen Raffoperationen als Standard angeboten werden, wenn es seit über 20 Jahren effektivere, viel bessere Methoden gibt, ist mehr als berechtigt.
Hierauf gibt es folgende Antworten, generell gesagt geht es wie so oft ums Geld und Eitelkeiten:
1. Während die Raffoperationen in rund 20 Minuten selbst von einem Assistenzarzt durchgeführt werden können, braucht es für die mikrochirurgische Technik der Plaqueentfernung einen auf diese Technik hochspezialisierten Urologen, ein entsprechendes Team und die diesbezügliche Logistik. Ein enormer finanzieller Aufwand wäre zu betreiben, um die moderne Plaqueentfernung anbieten zu können. Da die meisten Krankenhäuser aber nicht mehr als 10 Verkrümmungspatienten pro Jahr behandeln, lohnt sich dieser Aufwand nicht.
2. Die Raffoperationen sind ein „Verwaltungsliebling“. Durch einen (der vielen) Planungsfehler im Abrechnungssystem der Krankenhäuser bekommen diese nämlich das selbe Geld, egal ob 20 Minuten nach Nesbit oder stundenlang (unerfahrene Operateure) aufwendig mikrochirurgisch operiert wird. Alle angestellten Ärzte – also auch der Chefarzt – unterliegen den Anweisungen und Budgetvorstellungen der Krankenhausverwaltung.
3. Ärzte sind auch nur Menschen. Das Gesundheitssystem ist sehr konservativ und hierarchisch organisiert. Es fällt gerade Ärzten in Führungspositionen sehr schwer zuzugeben, dass sie ein moderneres Verfahren nie erlernt haben und es deshalb nicht gut können. Außerdem unterliegen Ärzte immer mehr dem finanziellen Druck. Herr Prof. Dr.med. Böhm von der Vivantes Klinik Berlin hat in bei Chefärzten selten erlebter Offen- und Direktheit zu diesem Thema in der Ärzte-Fachzeitschrift Chirurgische Allgemeine in der Ausgabe 4/2009 (an die ärztlichen Kollegen gerichtet) geschrieben: „Wie häufig kommt es vor, dass wir einen Patienten woanders hin schicken, weil es ein Kollege besser kann. Sicherlich selten. Warum? Weil wir das andere Verfahren dann doch lieber selbst anbieten, um den Kunden zu behalten – auch wenn wir es nicht so gut können.“ Wir danken ihm sehr für diese offenen Worte, welche sicher helfen, das Thema Qualität wieder mehr ins Licht des Diskussion zu rücken.
Durch die Erhaltung der Raffoperationen als Standard aus den genannten Gründen entsteht die groteske Situation, dass wir uns gleichsam allzu oft dafür „entschuldigen“ müssen, dass wir modernere, bessere Verfahren anbieten und dafür von ärztlichen Kollegen angefeindet werden. Das verärgert uns natürlich.
Ein Teil der Wahrheit ist aber auch:
Das System wie es ist kann nur deshalb so weiter existieren, weil es die Patienten klaglos hinnehmen. Es ist immer wieder erstaunlich für uns zu sehen, dass sich Patienten bis zu 4 Mal nach Nesbit voroperieren lassen, bevor sie zu uns kommen und das auch noch vom selben Arzt. Diese Patienten weisen Penisverkürzungen von über 8 cm auf.
Wir fordern alle Patienten ausdrücklich auf, mündige Bürger zu sein und sich nicht schicksalshaft behandeln zu lassen!
Protestieren Sie, machen Sie ihrem Ärger Luft, Fragen Sie nach wann immer Ihnen danach ist. Hinterfragen Sie die Aussagen Ihres Behandlers, fragen Sie nach Alternativen und vor allem: gehen Sie, wenn Ihnen Antworten merkwürdig erscheinen oder Ihnen erst gar keine Antwort gegeben wird. Es geht um Nichts weniger, als Ihre Gesundheit.
Dr. Kostas Konstantinides
Facharzt für Chirugische Urologie (Gr)
Leitender Arzt
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