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Der genaue Auslöser der IPP ist bislang noch unbekannt; viele Patienten litten in der Vorgeschichte an eher unbedeutenden Verletzungen des Penis während einer Phase hoher sexueller Aktivität. Manchmal reicht eine einzelne Verletzung der Tunica albuginea (umgibt als Hülle die Schwellkörper) aus, um die IPP auszulösen. Bis zu 47% der Patienten mit IPP haben ähnliche Begleiterkrankungen wie Dupuytren’s Kontraktur oder Morbus Ledderhose’s mit Verhärtungen an Händen und Füßen. In einigen Fällen tritt die IPP im Anschluß an Operationen im Beckenbereich, meist nach radikaler Prostataentfernung auf.
Da immunologische Faktoren eine große Rolle zu spielen scheinen, ist eine genetische Disposition (Veranlagung) wahrscheinlich - wobei es in letzter Zeit verstärkt Hinweise auf eine Infektiöse Genese (HPV-Viren ?) gibt.
So oder so, die genaue Ursache ist bis heute leider unbekannt.
Ein IPP-Patient klagt üblicherweise zu Beginn über Schmerzen und Verkrümmung des Penis bei der Erektion, was oft den Geschlechtsakt völlig unmöglich macht. In schweren Fällen kann sogar eine reale erektile Dysfunktion (Erektionsprobleme) entstehen.
Was genau passiert am Penis?:
Das Frühstadium der IPP ist gekennzeichnet durch das Auftreten einer Entzündungsreaktion zwischen der Lederhaut (Tunica Albuginea - feste Hülle, welche die Schwellkörper umgibt) und den Schwellkörpern, meist auf dem Rücken des Penis. Diese Entzündung führt zur Ablagerung von Kollagen (festen Fasern) und kann zur plattenartigen Fibrosierung (Verwachsung + Verhärtung) mit oder ohne Kalkeinlagerung führen - salopp gesagt bildet sich eine harte, narbige Struktur.
Diese Veränderungen haben drei Auswirkungen:
1. Der betroffene Teil des Penis kann sich durch die Verhärtung während der Erektion nicht komplett ausdehnen, der gesunde Teil kann dies aber weiterhin - es kommt damit zur teils starken Verkrümmung (bis 90°) und zur Verkürzung zur kranken Seite des Penis hin. Solange die Erektion noch gut funktioniert, können durch den starken Zug am kranken Gewebe Schmerzen entstehen.
2. Durch die Verhärtung (Plaque) besteht, wie erwähnt, eine verminderte Fähigkeit zur Ausdehnung. Dadurch entsteht ein Druckgradient während der Erektion, den der Körper nun zusätzlich überwinden muss. Es entsteht damit ein sogenanntes hämodynamisches Problem, das nach einiger Zeit des Bestehens der Krankheit zu Erektionsproblemen führen kann, da der Körper es nicht mehr schafft, gegen diesen Druckgradienten optimal anzukämpfen.
3. Bei starken Verkrümmungen kann es in seltenen Fällen nach einiger Zeit zur Aussackung des gegenüberliegenden Schwellkörpers (Aneurysma) kommen, welche dann ebenfalls Erektionsprobleme mit sich bringen kann. In ganz seltenen Fällen können hier durch Verwirbelungen Blutgerinsel entstehen, die Gefäße verstopfen können.
Dr. Kostas Konstantinides
Facharzt für Chirugische Urologie (Gr)
Leitender Arzt
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