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30. Mai
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der vollständingen Plaque-Exzision und Rekonstruktion mittels SIS- Transplantat bei Induratio Penis Plastica (IPP).

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Induratio Penis Plastica

Erworbene Penisverkrümmung
Bei uns: Entfernung des Erkrankungsherdes ohne den Penis dabei zu verkürzen

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Chirurgische Behandlungsmöglichkeiten der Induratio Penis Plastica und unsere Technik

Sie befinden sich auf unserer alten Homepage.
Die aktuellen Informationen finden Sie auf der neuen Website des Deutschen Zentrums für Urologie und Phalloplastische Chirurgie:

Chirurgische Behandlungsmöglichkeiten der Induratio Penis Plastica und unsere Technik

Bitte lesen Sie zunächst, sofern sie das noch nicht getan haben, den Menüpunkt 5 „Die krankhaften Veränderungen im Einzelnen“, sonst können Sie die nachfolgenden Erläuterungen nicht verstehen. Erneut möchten wir uns vorab für die Direktheit der Sprache und die Polemik entschuldigen, diese sind aber insbesondere an dieser Stelle notwendig.

Grundsätzlich existieren in Deutschland 4 unterschiedliche Operationstechniken zur Behandlung der Induratio Penis Plastica. Drei von ihnen lehnen wir ab, da sie unserer Meinung nach von Nachteil für den Patienten sind. Sie finden sie trotzdem unten ebenfalls beschriebenen, denn dies gehört zu einer vollständigen Aufklärung dazu.

Vorab bleibt aber bereits festzustellen, dass der von uns oben aus der Urologie übernommene Satz und die Behauptung, es gebe 4 Operationstechniken zur Behandlung der IPP grundlegend falsch ist: Technik eins bis drei beschäftigen sich überhaupt nicht mit dem IPP Plaque, sondern kümmern sich lediglich um ein einziges Symptom, die Krümmung. Der Rest der Symptome wird vollständig bestehen gelassen.

Dies trifft insbesondere für die in Deutschland als „Standardtherapie“ der IPP angebotenen Raffoperationen nach Nesbit oder Essed-Schröder zu.

Die von uns durchgeführte Technik finden Sie als Technik 4 beschrieben.

Im Detail:

1. Technik:

Rafftechniken nach Nesbit oder Essed-Schröder

Wie sie unter Menüpunkt 5 „Die krankhaften Veränderungen im Einzelnen“ erfahren haben, stellt die Krümmung nur eines von mehreren Symptomen der IPP dar.

Weil ihm wahrscheinlich die bereits damals existierenden umfangreicheren Therapieverfahren zu aufwändig erschienen, hat der amerikanische Arzt Nesbit in den 60er Jahren des vorigen Jahrhunderts eine Rafftechnik zur Behebung der Penisverkrümmung entwickelt. Diese erfreut sich aufgrund ihrer Einfachheit der Durchführung bei extrem geringem Kostenaufwand, aber gleichzeitig, zumindest in Deutschland, hervorragender Möglichkeit der Abrechnung, sehr großer Beliebtheit und stellt heute bedauerlicherweise die Standardtherapie dar, die von fast allen Operateuren angewandt wird.

So banal und unverständlich es klingen mag, so traurig und real ist es: Zur Begradigung des Penis wird bei dieser Technik nicht etwa der IPP-Plaque weg geschnitten und der Penis wieder verlängert, nein, es wird auf der gesunden Seite ein weiterer, künstlicher, Plaque, eine sogenannte Raffnaht, eingefügt, um beide Seiten gleichmäßig kurz zu machen und so den Penis zu begradigen. Es wird also das Symptom Penisverkrümmung durch das Symptom Penisverkürzung ersetzt, mit der interessanten Vorstellung, dass diese Verkürzung dem Patienten mehr Freude machen würde als die Krümmung. Je nach Stärke der Ausgangsverkrümmung resultiert eine Penisverkürzung von bis zu 8 cm in Erektion. Zumindest den bei uns vorstellig werdenden Patienten hat die Verkürzung nicht mehr Freude gemacht als die Verkrümmung vorher. Deshalb wünschen sie ja eine Korrektur ihrer Nesbit-Operation durch uns, welche woanders durchgeführt wurde.

Zumeist muss der Patient im Anschluss an diese Operation 5 bis 7 Tage im Krankenhaus verbleiben, damit die behandelnden Ärzte mit Medikamenten so weit wie möglich sicherstellen können, dass die Nähte während dieser ersten Heilungsphase nicht bei ersten starken Erektionen reißen.

Da der Plaque nicht entfernt wird, kann er mechanisch weiter wachsen und nach einiger Zeit wieder zur Verkrümmung führen.

Zudem kann es passieren, dass der operierende Arzt - bei einer solchen Art von Operation kann das der Assistenzarzt, ein Spezialist ist nicht erforderlich - den künstlichen Plaque zu groß gestaltet, sprich es zu einer Verkürzung oder Krümmung zur anderen Seite kommt. Es können auch, in der Literatur sind bis zu 48% beschrieben, Schmerzen an der Raffnaht bei Erektion auftreten. Bei uns werden Patienten vorstellig, die bis zu vier Mal Nesbit voroperiert wurden. Bei diesen Patienten ist etwas, das man Penis bezeichnen könnte, nicht mehr vorhanden.

Uns stört bei dieser Technik, neben der daraus resultierenden Penisverkürzung, dass der eigentliche Krankheitsherd, der IPP-Plaque, vollständig belassen und zur „Therapie“ gesundes Gewebe verletzt wird. Fortschrittliche Medizin sollte genau andersherum denken und handeln.

Wir könnten mittlerweile ganze Bücher über unser Unverständnis für diese Operationstechnik schreiben, möchten Sie aber nicht langweilen und kürzen das Ganze mit folgendem Satz ab:

Es ist für uns absolut unverständlich, warum sich, insbesondere in der heutigen Zeit, Patienten noch dieser Tortur unterziehen.

Wir würden uns sehr freuen, wenn diese Technik in Deutschland endlich unterlassen werden würde.

2. Technik:

Plaque-Trennschnitte/Incision mit anschließender Defektdeckung (Saphenus-Deck-Transplantat) oder Defektdeckung mit Kunstmaterial

Auch diese Technik beschäftigt sich ausschließlich mit der Korrektur des Symptoms Verkrümmung.

Bei dieser Technik schneidet man entweder den Plaque ein, lässt den Penis sich ausdehnen und deckt den Defekt (die Schlitze) mit einem Saphenus (Venen)-Transplantat oder mit einem "Flicken" (meist Fasziengewebe) ab, oder man schlitzt die Tunica in einiger Entfernung zum Plaque.
Diese Techniken sind durchaus moderner als die Rafftechnik, dennoch werden auch hier der Plaque mit seinen Auswirkungen belassen. Lediglich die Verkürzung des Penis fällt geringer aus.
Bei Trennschnitten von großen Plaques wird aus einer Steifigkeit (dem ursprünglichen IPP-Plaque) mehrere kleine produziert. Der eigentliche Sinn dieser Technik hat sich uns bis heute nicht ganz erschlossen.

3. Technik:

Einbau einer Penis-Prothese
(meist hydraulisch)

Mit dieser Technik werden die Folgen des Plaques gemindert, in dem man eine Penisprothese in den Penis einsetzt, um so das Gewebe von innen her auf maximale Größe zu bringen.
Diese Technik ist endgültig und unumkehrbar, das eigentliche Schwellkörpergewebe wird durch den Einsatz der Prothese zerstört. Die Pumpe ersetzt dann die normale Erektion.
Der Einbau einer solchen Prothese ist, von professioneller Seite her gesehen, das absolut letzte Mittel, wenn eine deutliche IPP besteht und zusätzlich eine schwere erektile Dysfunktion (schwere Erektionsstörung) besteht, die auf Medikamente nicht mehr anspricht.
Der Einbau einer Prothese zur bloßen IPP-Behandlung, ohne dass eine gleichzeitige erektile Dysfunktion besteht, ist mit allem Nachdruck abzulehnen.

4. Technik:

Die Entfernung des IPP-Plaques (Excision) mit anschließender Rekonstruktion

Dies ist die bei uns angewandte Operationsmethode zur effektiven Behandlung der Induratio Penis Plastica.

Der Penis wird dabei mit fast unsichtbarer Narbe unterhalb des Penis gelegen eröffnet und die Haut komplett Richtung Bauch zurückgeschoben (die Haut ist salopp gesagt nicht festgewachsen, sonst würde sexueller Verkehr nicht möglich sein).

Danach werden die Strukturen des Penis fein säuberlich mikrochirurgisch freigelegt und die Schwellkörper sichtbar gemacht. Man erhält so die Gelegenheit, die kompletten Schwellkörper von der Basis bis zur Spitze zu betrachten und alle möglichen Plaquestrukturen zu erkennen. Gleichzeitig werden die wichtigen Strukturen optimal geschont.

Die Technik des Zerlegens des Penis in seine Einzelteile zur schonenderen Operation wird Penis Disassembling genannt und ist quasi die Voraussetzung für moderne IPP-Therapie, insbesondere für das Entfernen von Plaques die bis unter den Peniskopf reichen.
Das Disassembling wurde vom UGRS Mitglied Dr.Konstantinides (unserem Operateur für die IPP) sowie vom ehemaligen UGRS Mitglied Prof.Perovic (mittlerweile leider verstorben) entwickelt. Prof. Perovic publizierte darüber mehrfach.

Wir entfernen dann mikrochirurgisch den IPP-Plaque sowie seine narbigen Ausläufer und stellen damit die Situation vor der Erkrankung wieder her.

Anschließend rekonstruieren wir die betroffenen Schwellkörperanteile mit nicht-künstlichem Material (meist mittels hochwertigem Kollagenvlies). Das Material baut sich also ab.

Früher, also bis in die 90 er Jahre hinein, verwendete man auch körpereigenes Material wie zum Beispiel Venenwand oder Mundschleimhaut. Diese eigenen Materialien haben jedoch mehrere Nachteile:
Erstens müssen sie ja irgendwo entnommen werden, das heißt, es entsteht eine zweite Stelle der Operation mit entsprechenden Risiken.
Zweitens sind damit die Möglichkeiten begrenzt, bei großen Plaques würde so viel Material benötigt werden, dass man es risikoarm nicht mehr entnehmen kann.
Drittens besteht bei körpereigenen Material ein generelles Problem: man fügt aufdifferenziertes (also fertig ausgewachsenes) Gewebe an ein anderes fertiges Gewebe, denen Penis, an. Rundherum entsteht dann ein Andock-Narbe. Ein IPP Patient hat aber bekannter Maßen bereits Schwierigkeiten mit der Narbenbildung und insofern ist die Anwendung einer solchen Technik heutzutage eher eine ungeschickte Idee.

Wir verwenden deshalb seit über 10 Jahren so genannte Kollagen-Vliese. Kollagen ist eine Grundfaser in unserem Körper. Er verwendet diese quasi als Baumaterial. Ähnlich wie Backsteine auf dem Bau. Der Körper wandelte also dieses Kollagen komplett in körpereigenes Gewebe um und zwar ohne jegliche Übergangszone, sprich ohne Narben außen herum.

Der Neigung eines IPP Patienten, neu entstehendes Gewebe zu unelastisch aufzubauen, wirkt man mit für zwei Monate für wenige Minuten pro Tag anzuwendende Physiotherapie entgegen.

Unserer Logik und Erfahrung nach stellt diese Vorgehensweise in den allermeisten Fällen die einzig sinnvolle Therapiemöglichkeit dar.

Am Penis entstehen keine von außen sichtbaren Narben. Bei beschnittenen Männern befindet sich die Narbe in gleicher Position wie die Beschneidungsnarbe, fällt also nicht auf.

In seltenen Fällen ist es notwendig, zusammen mit der Operation eine Beschneidung durchzuführen, und zwar dann, wenn die Vorhaut durch die Erkrankung in Mitleidenschaft gezogen wurde oder grenzwertig eng ist, so dass sie das Ergebnis beeinträchtigen könnte. Eine generelle Beschneidung halten wir nicht für sinnvoll. Bei erfahrener Durchführung resultiert durch den Erhalt der Vorhaut weder eine Infektion noch eine Paraphimose.

Aufgrund der besonderen Schwierigkeit kann diese Technik mit ausreichender Erfahrung und zufriedenstellenden Resultaten nur von wenigen Kliniken in Europa angeboten werden.

Neu indes ist diese Technik nicht, sie ist seit über 20 Jahren bekannt.

Dr. Konstantinides hat sich auf diese Technik spezialisiert, sie verfeinert und weiterentwickelt, und führt diese Technik seit über 15 Jahren durch.

In der Regel ist es Herrn Dr. Konstantinides möglich, selbst als hoffnungslos von anderen Ärzten bezeichnete Fälle zufriedenstellend zu behandeln.

Gerne informieren wir Sie in einem ausführlichen, unverbindlichen Beratungsgespräch über die Möglichkeiten in Ihrem speziellen Fall.

Wir freuen uns, dass die meisten Patienten verstanden haben, welche Vorteile unsere Behandlung bietet. Seit 2006 haben sich unsere Patientenzahlen verdreifacht.