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30. Mai
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der vollständingen Plaque-Exzision und Rekonstruktion mittels SIS- Transplantat bei Induratio Penis Plastica (IPP).

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Induratio Penis Plastica

Erworbene Penisverkrümmung
Bei uns: Entfernung des Erkrankungsherdes ohne den Penis dabei zu verkürzen

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Die krankhaften Veränderungen im Einzelnen

Sie befinden sich auf unserer alten Homepage.
Die aktuellen Informationen finden Sie auf der neuen Website des Deutschen Zentrums für Urologie und Phalloplastische Chirurgie:

Die krankhaften Veränderungen im Einzelnen

An allererster Stelle muss dringend mit einem großen Missverständnis aufgeräumt werden:

Die Induratio Penis Plastica wird im deutschen Sprachgebrauch gerne als „krankhafte Penisverkrümmung“ bezeichnet. Das ist falsch. Und zwar nicht erst seit gestern. Bereits im 16. Jahrhundert haben die erstbeschreibenden Ärzte diese Erkrankung bewusst nicht Deviatio Penis Plastica genannt (Deviatio = Krümmung) sondern Induratio Penis Plastica (Induratio = Einziehung). Die Krümmung des Penis ist bei dieser Erkrankung eines von mehreren möglichen Symptomen und nicht etwa das einzige Symptom oder gar Ursache der Erkrankung, wie es in Deutschland sehr gerne aufgrund von Unwissenheit dargestellt wird.

Diese Feststellung ist sehr wichtig, denn eine Therapie, die sich nur um die Verkrümmung kümmert, löst das Problem nicht, manchmal verstärkt sie es sogar. Mehr darüber erfahren Sie im Kapitel „Chirurgische Behandlung“.

(Wir verwenden an einigen Stellen auch die Bezeichnung „krankhafte Penisverkrümmung“, aber nur damit die Patienten uns im Internet finden)

Es gibt schwerste Induratio Penis Plastica (abgekürzt: IPP) Fälle, die keinerlei Krümmung aufweisen, dafür aber erhebliche Verhärtungen, Verkürzungen des Penis und massive Erektionsprobleme.

Die unbedingte Voraussetzung für eine gute Therapie einer Erkrankung ist aber, dass man über sie Bescheid weiß und die Zusammenhänge erkennt.

Es ist richtig, dass die Krümmung ein häufiges Symptom dieser Erkrankung ist, daneben gibt es aber ebenfalls häufig massive Penisverkürzungen, deutliche Erektionsprobleme, Einschnürungen (das sogenannte Sanduhrphänomen), Aussackungen und sonstige massive Beeinträchtigungen des Penis.

Die meisten Patienten leiden durch die Folgen der Erkrankung unter erheblichem Verlust des Selbstvertrauens, was natürlich massiven Einfluss auf das Sexualleben nimmt. Diese Erkrankung führt immer zu erheblichem Leidensdruck. Das Thema Sexualität und die Abstimmung mit dem Partner spielt in der Gesamtbetrachtung der IPP eine große Rolle.

Was ist also diese Erkrankung, was passiert und wie entstehen die Symptome?

Der genaue Auslöser der IPP ist bislang noch unbekannt. Bis zu 47% der Patienten mit IPP haben ähnliche Begleiterkrankungen wie Dupuytren’s Kontraktur oder Morbus Ledderhose’s mit Verhärtungen an Händen und Füßen. In einigen Fällen tritt die IPP im Anschluss an Operationen im Beckenbereich, meist nach radikaler Prostataentfernung auf.

Da immunologische Faktoren eine große Rolle zu spielen scheinen, ist eine genetische Disposition (Veranlagung) wahrscheinlich - wobei es in letzter Zeit verstärkt Hinweise auf eine Infektiöse Genese (HPV-Viren ?) gibt.

So oder so, die genaue Ursache ist bis heute leider unbekannt.

Was genau passiert am Penis?

Das Frühstadium der IPP ist gekennzeichnet durch das Auftreten einer Entzündungsreaktion zwischen der Lederhaut (Tunica Albuginea - feste Hülle, welche die Schwellkörper umgibt) und den Schwellkörpern, meist auf dem Rücken des Penis. Diese Entzündung führt zur Ablagerung von Kollagen (festen Fasern) und kann zur plattenartigen Fibrosierung (Verwachsung + Verhärtung) mit oder ohne Kalkeinlagerung führen.

Es entsteht also ein gutartiger Tumor am Penis. Einigen wir uns darauf, dass wir im Folgenden diesen gutartigen Tumor als Plaque bezeichnen und somit ganz deutlich machen, dass es sich nicht um Krebs handelt.

Diese Veränderungen können im Wesentlichen folgende Auswirkungen haben:

Mögliche Symptome

1. An der Stelle, an der dieser Plaque sitzt, kann sich der betreffende Schwellkörperteil bei der Erektion nicht mehr vollständig ausdehnen. Er ist also kürzer als die gesunde Seite. Damit kommt es zu einer Verkrümmung während der Erektion, die bis zu 90° betragen kann. Der Penis kann also salopp gesagt um die Ecke gehen. Das ist gar nicht so selten. Am Anfang der Erkrankung, wenn die Erektion noch sehr fest ist, kann der enorme Zug auf dem Gewebe zu erheblichen Schmerzen führen.

2. Der Plaque verdrängt, abhängig von der Größe, Blutgefäße, welche für einen reibungslosen Ablauf der Erektion notwendig sind. Es kommt zu gestörtem Klappenmechanismus und damit zu einem Nachlassen der Erektionsfestigkeit.

3. Zusätzlich kommt es durch die Veränderung nicht selten zu einem Druckgradienten während der Erektion, den der Körper nun zusätzlich überwinden muss. Es entsteht ein so genanntes hämodynamisches Problem, was nach einiger Zeit zu einem Neuauftreten oder zu einer Verstärkung der Erektionsprobleme führen kann.

4. Bei Plaques, die nicht nur lokal an einer Stelle sitzen, sondern einmal um den Penis herum gehen, kommt es zu Einschnürungen. Der Penis sieht an dieser Stelle sehr dünn aus und fühlt sich hart an, der Rest dehnt sich enorm aus. Zusätzlich kann ein Abknicken an dieser Stelle auftreten.

5. Wenn der Plaque groß ist und mehrere stärkere Verhärtungen zeigt, kann die Oberfläche des Penis wie eine Perlenkette aussehen. Oftmals fühlt sich dieser Zustand für den Patienten zusätzlich sehr unangenehm an.

6. Bei großen Plaques, die einen nicht unerheblichen Teil des Penis betreffen, kommt es zu teils erheblicher Verkürzung des Penis.

7. Je nach Lage des Plaques kann es zur Verminderung des Gefühls am Peniskopf kommen.